Stade 13.-14.04.2018

Scham und Schuld.
Ein emotionsbezogener Ansatz.
Die Veranstaltung ist gemäß Fortbildungsordnung mit 15 Punkten von der PTK Niedersachen/Bremen akkreditiert.

Themeninhalt
Die alltägliche und natürliche Vermeidung von Scham und Schuld führt dazu, dass wir uns vorsorglich entschuldigen, wir uns angemessen kleiden oder aber auch Verantwortung übernehmen. Die oft entstehende Ratlosigkeit und Hilflosigkeit im Umgang mit den beiden Emotionen, resultiert daraus, dass die meisten Menschen eine ungünstige Sichtweise verinnerlicht haben. Früh entwickeltes und oft als überflutend wahrgenommenes Scham- und Schulderleben trägt dazu bei, dass sich ein ungünstiges Selbstbild entwickelt.
Scham und Schuld gehören zum Menschsein und sind wichtig für das soziale Miteinander. Beide Emotionen können aber auch zu tiefen Krisen, massivem Einsamkeitserleben, quälende Selbstabwertungen, Dissoziationen und suizidalen Handlungen führen. Der emotionsbezogene Ansatz unterstützt Therapeuten, sich wohlwollend diesen schmerzhaften Emotionen stellen zu können.
Wir können die biographischen Erlebnisse, die zu frühen und intensivem Scham und Schulderleben führten, nicht ungeschehen machen. Wir können jedoch lernen, die Folgen zu mildern und den Leidensdruck zu verändern, eine sinnstiftende Auseinandersetzung zu fördern. Dazu gehört es auch einen guten Umgang mit dem Erlebtem zu finden. Das emotionsfokussierte Vorgehen rückt die Arbeit an und mit den komplexen Emotionen Scham und Schuld in den Mittelpunkt.
Scham und Schuld sind an der Entwicklung und Regulierung von moralischem Denken, prosozialem Verhalten, bei der Empfindung von Empathie sowie beim (selbst-)fürsorgliches Verhalten beteiligt. Ohne Scham und Schuld würden wir nicht in einer Gemeinschaft leben können, mit dieser Unterstützung können wir unser Verhalten überprüfen und uns gegebenenfalls besser an die soziale Situation anpassen oder auch für uns einstehen. Beide Emotionen signalisieren uns, wenn eigene Grenzen und/oder Regeln der Gemeinschaft verletzt wurden. Schuld motiviert uns, uns zu entschuldigen, Dinge wieder gut zu machen. Scham lässt uns kurz innehalten und uns überprüfen, ob wir als Person hier so richtig sind. Gelingt es Menschen, Scham und Schuld für sich zu nutzen, erleben sie mehr selbstwertförderliche Emotionen wie Stolz, Selbstsicherheit sowie Selbstwirksamkeit.
Rahmenbedingen: Interaktionelles Seminar mit Möglichkeiten des Austausches, Einüben von Interventionen in Kleingruppen, Bearbeitung von Arbeitsmaterialien auch mit Selbstreflektionsanteilen für Therapeuten/-Innen Fallbeispiele und Möglichkeiten eigene Patienten einzubringen

Dipl.-Psych. Maren Lammers
Maren Lammers ist Dipl.-Psychologin und psychologische Psychotherapeutin mit eigener Praxis in Hamburg, Autorin, Dozentin, Selbsterfahrungsanleiterin und Supervisorin für die Psychotherapeutische und fachärztliche Aus- und Weiterbildung sowohl in Verhaltenstherapie als auch Hypnotherapie (nach Milton Erickson).

Termine
Freitag 13.4.2018 von 13:30 bis 17 Uhr und
Samstag 14.4.2018 von 9 bis 17 Uhr inkl. Pausen

Räumlichkeiten
Hotel Zur Einkehr
Freiburger Str. 82
21682 Stade

Teilnahmegebühr
395€ Alle Preise inkl. der gesetzl. MwSt.
Die Teilnahmegebühr beinhaltet:
– Umfangreiche Seminarunterlagen
– Verpflegung in den Kaffeepausen am Vor- und Nachmittag
– Gemeinsames Mittagessen und Pausenverpflegung am Samstag
– Betreuung vor Ort
– Teilnahmebescheinigung

Unterrichtseinheiten
12

Fortbildungspunkte
15 PTK Niedersachen/Bremen

Verpflegung
In dem Veranstaltungspreis erhalten sind Fortbildungsunterlagen, Kalt- und Heißgetränke, Verpflegung in den Pausen und ein Mittagsgericht in der Mittagspause am Samstag

Flyer
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Anmeldung: