Osnabrück 16.-17.03.2018

(Bindungs-)Traumatisierungen bei Erwachsenen: Grundlagen von Emotionsregulationsstörungen und Bindungsstörungen sowie ihre Behandlungsmöglichkeiten

Die Veranstaltung ist gemäß Fortbildungsordnung mit 16 Punkten von der PTK Niedersachen/Bremen akkreditiert.

Themeninhalt
Sowohl in der Psychotherapieforschung als auch in der therapeutischen Praxis stehen zunehmend psychische Erkrankungen im Vordergrund, die teils ursächlich für weitere Störungen wie zum Beispiel affektive Störungen, Angststörungen, Suchterkrankungen usw. angesehen werden. Im ersten Teil des Seminars werden daher die Ursachen und Grundlagen von Störungen, die nach Traumatisierungen, insbesondere frühkindlichen Bindungstraumatisierungen entstehen können, erarbeitet. Dabei werden Störungsmodelle gemeinsam erarbeitet und Zusammenhänge diskutiert, diagnostisch relevante Aspekte thematisiert. Üblicherweise resultieren aus frühen Störungen spätere Persönlichkeitsstörungen und/oder komplexe Traumafolgestörungen, die mit dysfunktionalen Verhaltensweisen wie Selbstverletzungen, Suchtmittelkonsum, Delinquenz oder Essstörungen einhergehen. Dieses dysfunktionale Verhalten ist meistens als Versuch zu sehen, andere Symptome, die dann im Zusammenhang mit den oben genannten Störungen stehen, zu regulieren. Im zweiten Teil des Seminars werden die theoretischen Grundlagen vertieft, verschiedene Behandlungsmöglichkeiten bei Traumafolgestörungen und Störungen der Emotionsregulationsfähigkeit vorgestellt. Dazu zählen unter anderem das DBT-basierte Skills-Training, welches gezielt mit Hilfe verschiedener Strategien die Patientinnen und Patienten dazu befähigen kann, ihre Emotionsregulationsfähigkeiten, Selbstberuhigungsfähigkeiten, den Umgang mit Emotionen sowie die Konfliktkompetenz zu verbessern, dadurch auf dysfunktionale Strategien der Spannungsregulation zu verzichten. Des Weiteren wird ein Überblick über Techniken der Traumatherapie gegeben. Die differenzierte Auseinandersetzung und Erprobung der Vermittlung der Techniken erfolgt teils im Plenum, teils in Kleingruppen. Im Seminar wird vor allem auch der Unterschied zwischen einer entsprechenden ambulanten versus stationären Behandlung verdeutlicht, Besonderheiten des jeweiligen Settings berücksichtigt.

Dipl.-Psych. Kathrin Hildebrand
Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) / Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
Leitende Psychologin (Psychotherapie/Trauma-Ambulanz) der Euregio-Klinik Nordhorn, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie – ambulante und stationäre Schwerpunktbehandlung für Persönlichkeitsstörungen und Traumafolgestörungen mit Komorbiditäten.
Weiterbildungen in spezieller Psychotraumatherapie, EMDR, (KID-)NET, PITT, ACT, DBT sowie als Gutachterin (Soziales Entschädigungsrecht, gesetzliche Unfallversicherung), Dozentin beim Kinderschutzbund Osnabrück.

Termine
Freitag 16.3.2018 von 13:30 bis 17 Uhr und
Samstag 17.3.2018 von 9 bis 17 Uhr inkl. Pausen

Räumlichkeiten
advena Hotel Hohenzollern
Theodor-Heuss-Platz 5
49074 Osnabrück

Teilnahmegebühr
395 € Alle Preise inkl. der gesetzl. MwSt.
Die Teilnahmegebühr beinhaltet:
– Umfangreiche Seminarunterlagen
– Verpflegung in den Kaffeepausen am Vor- und Nachmittag
– Gemeinsames Mittagessen und Pausenverpflegung am Samstag
– Betreuung vor Ort
– Teilnahmebescheinigung

Unterrichtseinheiten
12

Fortbildungspunkte
16 PTK Niedersachen/Bremen

Verpflegung
In dem Veranstaltungspreis erhalten sind Fortbildungsunterlagen, Kalt- und Heißgetränke, Verpflegung in den Pausen und ein Mittagsgericht in der Mittagspause am Samstag

Flyer
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Anmeldung: