Oldenburg 09.-10.11.2018

Störungsspezifische Behandlung der Depression mit interpersoneller Psychotherapie

Die Veranstaltung ist gemäß Fortbildungsordnung mit 15 Punkten von der PTL Niedersachen/Bremen akkreditiert.

Themeninhalt
Die Interpersonelle Psychotherapie erfreut sich auch im deutschsprachigen Raum einer zunehmenden Beliebtheit und wird vermehrt in psychiatrischen Kliniken eingesetzt, wobei der ambulante Versorgungssektor gegenwärtig (2017) noch recht dünn mit Therapeuten besiedelt ist, welche die interpersonelle Psychotherapie qualifiziert anwenden und einsetzen können.
Mittlerweile erkennt man zunehmend die zahlreichen Faktoren, die bei der Depressionsentstehung eine wichtige Rolle spielen, man beschreibt sie mit dem sogenannten biopsychosozialen Krankheitsmodell, d.h. es werden biologische (z.B. genetische), psychische (z.B. Kognitionen) und soziale Faktoren berücksichtigt.
Insbesondere können interpersonelle Faktoren in verschiedenen Krankheitsphasen eine sehr wichtige Rolle spielen, z.B.:
• Zwischenmenschliche Konflikte können mit daran beteiligt sein, Depression auszulösen und aufrecht zu erhalten.
• Das Wegfallen wichtiger zwischenmenschlicher Beziehungen (Trennung, Tod) kann ebenfalls depressive Episoden auslösen und aufrechterhalten.
• Lebensereignisse bzw. sowohl positive als auch negative Veränderungen (Jobwechsel, Geburt eines Kindes, Umzug) führen oftmals dazu, dass wir eine neue Rolle in unserem Leben und somit in unserem sozialen Umfeld einnehmen müssen – auch dies kann überfordernd oder mit Ängsten besetzt sein und mit zu der Entstehung einer Depression beitragen.
Der Workshop „Störungsspezifische Behandlung der Depression mit „interpersoneller Psychotherapie“ vermittelt zunächst Grundlagenwissen über die Evidenzlage, die Geschichte und die Einordnung der interpersonellen Psychotherapie gegenüber den sogenannten Richtlinienverfahren. Dabei wird insbesondere die Therapeutenrolle im Vergleich mit der kognitiven Verhaltenstherapie und den psychodynamisch orientierten Therapieverfahren herausgearbeitet.
Weiterhin wird der strukturierte Ablauf einer interpersonellen Psychotherapie bei depressiven Patienten exemplarisch und anhand von Video-Fallbeispielen dargestellt. Mit Hilfe von praktischen Gruppenübungen lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops die Techniken, die in der IPT zum Einsatz kommen, kennen.

Michael H. Lux
Michael H. Lux leitet als approbierter Arzt sowie zertifizierter Therapeut und zertifizierter Trainer für interpersonelle Psychotherapie das Zentrum für psychische Gesundheit und Wohlbefinden in Bergisch Gladbach bei Köln, darüber hinaus ist er als Gutachter für die Agentur für Arbeit tätig. Er leitet am Zentrum für psychische Gesundheit und Wohlbefinden u. a. Die Aus- und Weiterbildung von Therapeuten in interpersoneller Psychotherapie. Zudem behandelt er Patienten in der Praxisgemeinschaft und ist als Coach tätig. Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für interpersonelle Psychotherapie (DGIPT) und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN).

Räumlichkeiten
S-Bistro am Stadthafen
Alter Stadthafen 6
26122 Oldenburg

450 Meter vom Oldenburger Hauptbahnhof; 100 Meter vom „Parkhaus am Hafen“

Teilnahmegebühr
395 € Alle Preise inkl. der gesetzl. MwSt.
Die Teilnahmegebühr beinhaltet:
– Umfangreiche Seminarunterlagen
– Verpflegung in den Kaffeepausen am Vor- und Nachmittag
– Gemeinsames Mittagessen und Pausenverpflegung am Samstag
– Betreuung vor Ort
– Teilnahmebescheinigung

Termine
Freitag 9.11.2018 von 13:30 bis 17 Uhr und
Samstag 10.11.2018 von 9 bis 17 Uhr inkl. Pausen

Fortbildungspunkte
15 Punkte PTK Niedersachen/Bremen

Anmeldung: