Oldenburg 14.-15.06.2019

Freitag
Psycho-Onkologie und Umgang mit Patienten mit chronischen, lebensbedrohlichen Krankheiten

Themeninhalt

Methodisch-didaktisches Vorgehen:
Die Fortbildungsveranstaltung behandelt die Themen „Psychische Belastungen in schwerer Krankheit, Umgang mit Angst (Progredienzangst) und Trauer,
therapeutische Angebote und Selbstreflexion der eigenen Arbeit und schult die psychotherapeutischen/psychosozialen Kompetenzen der Teilnehmer. Die Themen sind praxisnah aufbereitet; durch Vortrag, Kleingruppenarbeit, Selbsterfahrungsanteile und Imaginationsübungen soll – neben der Wissensvermittlung – auch die eigene Fähigkeit der Teilnehmer zur Kommunikation, Empathie und zu einer wertschätzenden, therapeutischen Grundhaltung gefördert werden.

1. Psychoonkologie
-Definition
2. Zur psychosozial bedingten Genese von Krebserkrankungen
-Intrapsychische Variablen
– Interpersonale, soziale Variablen
3.Psychische Krankheitsbelastungen und ihre Verarbeitung
-Coping-Stile
4.Psychoonkologische Interventionsformen
– Psychoedukative Verfahren
-Verhaltensmedizinische Verfahren
-Individuelle Psychotherapie
-Gruppenpsychotherapie
5.Bilanzierung der eigenen Arbeit mit Schwerkranken
-Zwischen Belastung und Bereicherung
-Burn-out-Prophylaxe

Dipl.-Psych. Sigrid Wilmink
Weitere Informationen folgen.

Termin
Freitag 14.06.2019
13:00 Uhr Zusammenkommen
13:30 bis 17:00 Uhr Fortbildung mit Kaffee und Kuchenpause.

Fortbildungspunkte
Antrag auf Akkreditierung ist bei der PTK Niedersachsen gestellt.

 

Samstag
Funktionaler Umgang mit Emotionen bei traumatisierten Suchtpatienten- ein wichtiger Therapiebestandteil nicht nur bei emotional-instabilen Störungen- DBT-basierte Methoden und PITT-basierte Methoden

Themeninhalt

Der Umgang mit starken Emotionen stellt für viele traumatisierte Patienten im Suchtbereich eine erhebliche Schwierigkeit dar. Besonders betroffen davon sind Patienten mit zusätzlich emotional instabilen Störungen vom Borderline-Typ oder impulsiven Typ, aber auch Patienten mit Traumafolgestörungen, narzisstischen und anderen Persönlichkeitsstörungen. Bei diesen Störungen stehen Störungen der Emotions-und Streßregulation und daraus folgende Symptomatik im Focus einer effektiven Behandlung, die Rückfälle als dysfunktionale Versuche der Streß- und Emotionsregulation reduzieren und eingrenzen hilft. Teilweise ist es auch notwendig, ganz basal mit den Patienten ein Konzept, was Emotionen sind und wie mit ihnen umgegangen werden kann zu entwickeln, da diese Fähigkeiten in der Kindheit häufig nicht suffizient erlernt werden konnten.

Im Seminar werden praktische Lösungen aus dem Bereich der DBT und PITT vorgestellt, wie sowohl in der Gruppe als auch im Einzel an die jeweiligen Behandlungszeiten im ambulanten Rahmen angepasst Lösungsmöglichkeiten mit den Patienten erarbeitet werden können. Der Prozess der Zielfindung in der Traumatherapie wird als wesentlicher Grundlagenbestandteil beleuchtet und im Rollenspiel vorgestellt. Die daraus resultierende Planung der sinnvollen therapeutischen Interventionen wird vorgestellt, ebenso deren Konsequenz für eine Ablaufsplanung der Therapie. An praktischen Beispielen werden einzelne, leicht anzuwendende Techniken besprochen und geübt, um mehr Sicherheit im Umgang mit dieser Problematik zu erreichen. Differenzierte Indikationen für unterschiedliche Therapiemethode, insbesondere PITT und DBT basierte Verfahren, bei verschiedenen Arten der Traumatisierung werden vorgestellt und ihr Hintergrund beleuchtet. Auch das Vorgehen bei der Traumabearbeitung und der Umgang mit den dabei auftretenden Emotionen werden dargestellt.

Dr. med. Isabel Englert
Nach der Prüfung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie arbeitete sie als Oberärztin in den LWL-Kliniken Warstein und Lippstadt in der Suchtmedizin. Sie war Chefärztin der Klinik für Psychotherapie und Suchtmedizin der Karl-Jaspers-Klinik Bad Zwischenahn als großem Regionalversorger. Nach ihrer Tätigkeit an den Burghofklinik Rinteln wechselte sie als Leitende Ärztin die Fachklinik St. Marienstift. Dort arbeitet sie vorwiegend mit traumatisierten Männern sowohl im ambulanten als auch im stationären Setting. Einen anderen Therapieschwerpunkt stellt die Behandlung früher Persönlichkeitsstörungen dar.

Räumlichkeiten
Die Fortbildung wird in Oldenburg (Oldenburg) stattfinden. Genau Räumlichkeiten werden noch bekannt gegeben.

Teilnahmegebühr
395 € für die Fortbildung am Freitag und Samstag.
Falls Sie die Fortbildungen einzeln buchen wollen:
145 € für die Fortbildung am Freitag: Psycho-Onkologie und Umgang mit Patienten mit chronischen, lebensbedrohlichen Krankheiten (Dipl.-Psych. Sigrid Wilmink)
290 € für die Fortbildung am Samstag: Funktionaler Umgang mit Emotionen bei traumatisierten Suchtpatienten- ein wichtiger Therapiebestandteil nicht nur bei emotional-instabilen Störungen- DBT-basierte Methoden und PITT-basierte Methoden (Dr. med. Isabel Englert)

Alle Preise inkl. der gesetzl. MwSt.
Die Teilnahmegebühr beinhaltet:
– Umfangreiche Seminarunterlagen
– Verpflegung in den Kaffeepausen am Vor- und Nachmittag
– Gemeinsames Mittagessen und Pausenverpflegung am Samstag
– Betreuung vor Ort
– Teilnahmebescheinigung

Fortbildungspunkte
Antrag auf Akkreditierung ist bei der PTK Niedersachsen gestellt.

Anmeldung: