Radebeul (Dresden) 13.-14.11.2020

Schatz! Wir müssen reden!“ – Embodimenttechniken in der Arbeit mit Paaren
oder
„(Bindungs-)Traumatisierungen bei Jugendlichen: Grundlagen von Emotionsregulationsstörungen und Bindungsstörungen sowie ihre Behandlungsmöglichkeiten

Die Fortbildungsveranstaltung wurde mit 12 Punkten von der OPK akkreditiert.

Termine
Freitag 13.11.2020 von 09:00 bis 17:00 Uhr und
Samstag 14.11.2020 von 09:00 bis 12:30 Uhr inkl. Pausen

Themeninhalte

„Schatz! Wir müssen reden!“ - Embodimenttechniken in der Arbeit mit Paaren
„Schatz! Wir müssen reden!“ – Embodimenttechniken in der Arbeit mit Paaren

Workshopbeschreibungen von Dr. Christina Lohr

Viele Paare verstricken sich genau über ihre verbalen Kommunikationsmuster immer weiter. Denn bei Konflikten streiten sich nicht nur die Geister, sondern auch die Körper! Biographische Narben werden berührt und alter Schmerz bestimmt das aktuelle Geschehen.
Sprache und Verstehen sind aufs engste mit Bewegungen und Handlungen des Körpers verbunden. Unsere Gefühle weisen uns dabei den Weg, denn sie werden zu allererst im Körper spürbar.

Mit Hilfe von Embodimenttechniken, die aktuelle Befunde aus den Neurowissenschaften nutzen, bekommen Sie in diesem Workshop einen Einblick, wie Sie Paare sinnvoll und effizient aus ihrem frustrierenden Strickmustern hinaus führen können. Über den Körper gelangen sie zu neuen Lösungen, Synchronie und Imitation schaffen Entlastung und fördern das gegenseitige Einfühlungsvermögen. Die mit Hilfe des Körpers sichtbar gemachten, oft unbewussten emotionalen Abläufe leiten den notwendigen Perspektivwechsel ein und führen zu einem vertieften Verständnis des anderen.

Dozentin: Dr. Christina Lohr
Dr. Christina Lohr ist Diplom-Psychologin, approbierte Verhaltenstherapeutin und Business Coach. Sie arbeitet mit Einzelpersonen und Paaren in eigener Praxis in München. Daneben ist sie als Referentin und Autorin im Bereich Emotionen und Embodiment tätig.

„(Bindungs-)Traumatisierungen bei Jugendlichen: Grundlagen von Emotionsregulationsstörungen und Bindungsstörungen sowie ihre Behandlungsmöglichkeiten“

„(Bindungs-)Traumatisierungen bei Jugendlichen: Grundlagen von Emotionsregulationsstörungen und Bindungsstörungen sowie ihre Behandlungsmöglichkeiten“

Workshopbeschreibungen von Dipl.-Psych. Kathrin Hildebrand

Sowohl in der Psychotherapieforschung als auch in der therapeutischen Praxis stehen zunehmend psychische Erkrankungen im Vordergrund, die teils ursächlich für spätere Störungen wie zum Beispiel affektive Störungen, oppositionelles Verhalten, Schulängste usw. angesehen werden. Im ersten Teil des Seminars werden daher die Ursachen und Grundlagen von Störungen im Jugendalter, die nach Traumatisierungen, insbesondere frühkindlichen Bindungstraumatisierungen entstehen können, erarbeitet. Dabei werden Störungsmodelle gemeinsam erarbeitet und Zusammenhänge diskutiert, diagnostisch relevante Aspekte thematisiert. Üblicherweise resultieren aus frühen Störungen spätere Persönlichkeitsstörungen und/oder komplexe Traumafolgestörungen, die mit dysfunktionalen Verhaltensweisen wie Selbstverletzungen, Suchtmittelkonsum, Delinquenz oder Essstörungen einhergehen. Dieses dysfunktionale Verhalten ist meistens als Versuch zu sehen, andere Symptome, die dann im Zusammenhang mit den oben genannten Störungen stehen, zu regulieren.

Im zweiten Teil des Seminars werden die theoretischen Grundlagen vertieft, verschiedene Behandlungsmöglichkeiten bei Traumafolgestörungen und Störungen der Emotionsregulationsfähigkeit vorgestellt. Dazu zählen unter anderem das DBT-basierte Skills-Training, welches gezielt mit Hilfe verschiedener Strategien die Patientinnen und Patienten dazu befähigen kann, ihre Emotionsregulationsfähigkeiten, Selbstberuhigungsfähigkeiten, den Umgang mit Emotionen sowie die Konfliktkompetenz zu verbessern, dadurch auf dysfunktionale Strategien der Spannungsregulation zu verzichten. Des weiteren wird ein Überblick über hilfreiche Techniken der Traumatherapie bei Jugendlichen gegeben. Die differenzierte Auseinandersetzung und Erprobung der Vermittlung der Techniken erfolgt teils im Plenum, teils in Kleingruppen. Im Seminar wird vor allem auch der Unterschied zwischen einer entsprechenden ambulanten versus stationären Behandlung verdeutlicht, Besonderheiten des jeweiligen Settings berücksichtigt.

Dozentin: Dipl.-Psych. Kathrin Hildebrand
Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie) / Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
Leitende Psychologin (Psychotherapie/Trauma-Ambulanz) der Euregio-Klinik Nordhorn, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie – ambulante und stationäre Schwerpunktbehandlung für Persönlichkeitsstörungen und Traumafolgestörungen mit Komorbiditäten.
Weiterbildungen in spezieller Psychotraumatherapie, EMDR, (KID-)NET, PITT, ACT, DBT sowie als Gutachterin (Soziales Entschädigungsrecht, gesetzliche Unfallversicherung), Dozentin beim Kinderschutzbund Osnabrück.

Teilnahmegebühr
395 € Alle Preise inkl. der gesetzl. MwSt.
Die Teilnahmegebühr beinhaltet:
– Umfangreiche Seminarunterlagen
– Verpflegung in den Kaffeepausen am Vor- und Nachmittag
– Gemeinsames Mittagessen und Pausenverpflegung am Freitag
– Teilnahmebescheinigung

Fortbildungsort
TSW – Tagungszentrum der Sächsischen Wirtschaft
Am Alten Güterboden 3
01445 Radebeul

Anmeldung: